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Wochenbrief vom 26.10.-01.11. 2020
Liebe Lesende,
seit März 2020 ist unsere Welt anders geworden. Unruhig ist unsere Zeit. Manches scheint lahm gelegt zu werden.
Angst und Unsicherheit gehen um. Erneute Hamstereinkäufe sind für mich Anzeichen, die dies bestätigen.
Ich selbst jedoch möchte dagegen sagen: Vorsicht Ja. Aber bitte keine Panik. So versuchen wir in der Kirchengemeinde die Vorsicht walten zu lassen und die Hygieneschutzverordnungen und Anweisungen „von oben“ einzuhalten und gleichzeitig dafür zu sorgen, dass das Gemeindeleben nicht zum völligen Erliegen kommt.
Auch unsere Jahreslosung kommt mir wieder in den Sinn. „Ich glaube, hilf meinem Unglauben!“ Sie steht im Markusevangelium, Kapitel 9, Vers 24.
Erkrankungen waren schon immer eine Anfechtung für den Glauben. Und die üblichen, für mich menschlich zu verstehenden, Fragen kommen vermehrt auf:
Warum lässt Gott das zu?, „Ist Corona eine Strafe Gottes“?
Ich selbst bin da ganz klar in meiner Antwort:
Corona mag wohl eine Konsequenz aus menschlichem Fehlverhalten sein, aber sie ist keine Strafe Gottes. Die Strafe für unsere menschliche Schuld, so lehrt uns das Neue Testament, hat Jesus am Kreuz von Golgatha getragen. Dort wurde alle menschliche Schuld vor Gott gesühnt. Würde Gott jetzt noch strafen, dann wäre der Kreuzestod Jesu umsonst gewesen.
Darum kann ich gerade in einer Krise mich auf Gott stützen und ihn bitten, dass er mir hilft, durch meine persönliche, schwere Zeit zu kommen. „Ich glaube, hilf meinem Unglauben“! Die Jahreslosung ist wie ein Gebet, das wir sprechen können. Denn Glauben lernen heißt nichts anderes als Vertrauen lernen auf den Gott, der unser Leben in seinen Händen hält.
Beten darum, dass Gott mir gerade jetzt die Energie schenkt, die ich brauche um zu leben und für Andere da zu sein und Aktionen zu entdecken, die uns als Gemeinde zusammen bringt. Ich bitte um Ideenreichtum, Geduld, Kraft. Und ich höre die Zusage Gottes, die er einst an Josua vor einer schweren Prüfung aussprach: (Josua 1,9): „Siehe, ich habe dir geboten, dass du getrost und unverzagt seist. Lass dir nicht grauen und entsetze dich nicht; denn der Herr, dein Gott, ist mit dir in allem, was du tun wirst“.
Daraus entnehme ich die Stärke für mein Tun. Das fördert mein Durchhalteverhalten. Im Glauben zu erfahren: Gott geht mit. Diesen Zuspruch können und dürfen wir uns immer wieder geben. Wir brauchen uns nicht zu fürchten, denn Gott ist mit uns. Darum brauche ich solche Worte der Ermutigung immer wieder neu. Sie machen den Blick frei für die Not um mich herum. So sehe ich meine Nächsten. Mir ist noch vor Augen, als wir beim Erntedankfest am Nachmittag mit den Kerweborscht im Hof der Seniorenvilla gesungen haben. Tränen standen manchen Zuhörenden in den Augen als sie uns hörten und sahen. Freudentränen. So soll es sein. Freude Anderen zu machen. Das können wir alle, gerade auch in diesen Tagen und in der vor uns liegenden Zeit. Das ist lebendiges Evangelium. „Du sollst deinen Nächsten lieben wie dich selbst!“ (3.Mose,18)
Dieses Gebot ist nach Jesu Worten neben dem Gebot der Gottesliebe das wichtigste von allen Geboten. Und Jesus hat gesagt: Daran wird jedermann erkennen, dass ihr meine Jünger und Jüngerinnen seid, wenn ihr Liebe untereinander habt. Durch konsequente Nächstenliebe können wir gerade in diesen Zeiten unseren Mitmenschen viel Gutes tun und sie ermutigen. Durch die Nächstenliebe geben wir aber zugleich auch ein Zeugnis von dem lebendigen Gott, der die Menschen unendlich liebt. Darum lasst nicht nach in der Nächstenliebe, sondern sucht Wege, wie Ihr gerade auch jetzt, wo wir auf Nähe und direkte soziale Kontakte verzichten sollen, Liebe und Anteilnahme zeigen können.
Dies können wir als Christenmenschen vor Ort tun. So folgen wir weiter den Anweisungen der Regierung, lernen zugleich in der Krise neu zu glauben und beten wir füreinander und miteinander und hören auf Gottes Ermutigung, und sind für unsere Nächsten da.
Darum bleiben wir unruhig im Tun und werden ruhig in uns selbst. Fördern das Gemeindeleben, soweit es im Rahmen liegt, und sind füreinander da.
Ich wünsche Gesundheit, Bewahrung, Hoffnung und vor allem Gottes Segen.
Ihr/Euer Pfarrer Matthias Zaiss

Infos aus der Gemeinde
Strahlende Gesichter haben wir am Sonntag, den 20. September sehen können, als der Taufgottesdienst am Blausee gefeiert wurde. Auf dem Bild sehen wir die vier Liturgen, die den Gottesdienst gestalteten.
(v.l.Pfarrer Matthias Zaiss, Gemeindediakon Jascha Richter, Pfarrerin Katharina Garben, Pfarrerin Eva Leonhardt mit ihren jeweiigen Symbolen, über die sie predigten.)
36 Kinder, Jugendliche und Erwachsene wurden getauft. Organist Gerhard Müller hat mit Benjamin Wolff, Trompete und Lea Hoffmann, Gesang musikalisch den Gottesdienst gestaltet. Dieter Rüttinger war mit Axel Schmidt für den Ton verantworlich und schaute, dass alle Sprechenden verstanden wurden und die Musik auch gut zu hören war.
Dazu kamen viele helfenden Hände für die Vorbereitung, den Auf-und Abbau und die Durchführung auuch aus unserer Gemeinde. Ihnen allen ein dickes, herzliches Dankeschön. Auch hezlichen Dank unserer Pfarramtssekretärin, die für die Taufurkunden, Gästelisten und Forumlare zuständig war.
Alle sprachen den Wunsch aus, in zwei Jahren wieder so ein Fest zu feiern.

Infos für die Gemeinde
Am kommenden Samstag, den 31.Oktober findet kein Turmsingen statt.
Am Sonntag, den 1.November laden wir ein, den Familiengottesdienst aus Neulussheim auf dem Neulussheimer Yotubekanal zu schauen.

Am Sonntag, den 8.November senden wir wieder einen Gottesdienst aus Altlußheim zu St. Martin. Wir fragen uns: Was hat der Heilige uns heute zu sagen. Wir verbinden sein Tun mit Jesu Satz:
„‚Immer, wenn ihr was für Leute getan habt, die ganz unten waren, die Fertigen und Kaputten, dann habt ihr das im Grunde für mich getan.“ (Matthäus 25,40; Volxbibel)

Am Mittwoch, den 11.11.2020 wird schon vormittags ab 8.00 Uhr ein Gottesdienst Spezial für Kinder zum St. Martinstag gesendet.

Abends um 18.00 Uhr läuten die Glocken unserer Kirche. Danach spielt der Musikverein an einzelnen Standorten Martinslieder. Die Texte dazu liegen vor der Kirche aus und sind auf der Homepage zu finden.
Alle Menschen unseres Ortes werden gebeten bei Einbruch der Dunkelheit, spätestens um 18.00 Uhr Kerzen in die Fenster oder die Türen zu stellen wie auch Lampions ins Fenster oder auf den Balkon zu hängen. Vielleicht auch die Fenster und Häuser mit Lichtern zu schmücken.
Vor der evangelischen Kirche gibt es Martinstaler aus Schokolade.
Feiern wir so St. Martin in diesem Jahr, wie es uns möglich ist.

Gedenken an Landesbischof i.R. Dr. Ulrich Fischer
Er war schon längere Zeit schwer krank. Ging aber mit seiner Krankheit voller Hoffnung und Zuversicht, gestärkt durch den Glauben, in die Zukunft. Ich sehe ihn immer mit einem Lächeln mir begegnen. Sein Humor war gepaart mit Glaubenszuversicht. Sein Lachen steckte an. Er begegnete mir nie von Oben herunter, auch nicht als Bischof, sondern auf Augenhöhe. So kannten ihn Viele. Er war nicht nur Pfarrer, Dekan, Bischof, sondern auch oft einfach ein Sänger im Chor, ein Spieler im Bläserchor, ein Gottesdienstmitfeiernder wie alle anderen auch. Einer unter Vielen.
  Ich selbst habe immer gerne mit ihm gearbeitet, sei es im Bezirkskirchenrat in Mannheim, als er dort Dekan war, wie auch in Gottesdiensten früher und heute. Wie oft saß er auch in der Kirchenbank mit seiner Frau, wenn ich Gottesdienst hielt.
Mit viel Energie, Ideenreichtum packte er viele Themen an. Er war ein Seelsorger, der zuhören und Mut machen konnte. Das habe ich selbst auch erfahren.
Mit Trauer habe ich darum zur Kenntnis nehmen müssen, dass Ulrich Fischer verstorben ist. Gestärkt durch das Sakrament und den Segen ging er heim zu Gott.
Das ewige Licht möge ihm leuchten. Er möge ruhen in Frieden und schauen können, was er auf Erden mit uns glaubte und verkündete..
In Gedanken bin ich auch bei seiner Frau und der Familie. Verbunden durch den Glauben an die Auferstehung.
(Matthias Zaiss, Pfarrer)

Noch eine Bitte:
Wenn Sie uns und unsere Medienarbeit, wie auch die Kirchenrenovierung, die in vollem Gange ist, finanziell unterstützen wollen, dann können Sie dies gerne tun. Wir freuen uns darüber.
Entweder durch Abgabe Ihres Betrags im Pfarramt oder durch Überweisung an die:
Volksbank Kur-und Rheinpfalz
IBAN: DE98547900000009010700
Verwendungszweck: Spende für die Kirche
Auch können Sie gerne mit mir Kontakt aufnehmen unter Mailadresse:
Matthias.Zaiss@kbz.ekiba.der


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