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Wochenbrief der Evangelischen Gemeinde Altlußheim
Vom 29.Juni – 5.Juli 2020


Liebe Lesende,
„Helft euch gegenseitig, wo ihr Probleme habt, und wo es mal hart auf hart kommt, da seid für den anderen da. Das ist nämlich genau das, was Jesus von euch will.“ (Galater 6,2)
So lautet der Wochenspruch für die Woche nach dem 4.Sonntag nach Trinitatis in der modernen Sprache der Volxbibel.
Ich höre die Stimmen von Menschen, die in den Gesprächen der vergangenen Woche wieder deutlich gemacht haben, unter was Menschen heute leiden, welche Probleme sie haben.
Da sind ältere Menschen, die gerne singen und das Problem haben, dass dies zur Zeit im Chor oder im Pflegeheim nicht möglich ist. Sie freuen sich auf das Turmsingen am Samstag Abend.
Da bangen in einem Geschäft die Mitarbeitenden um eine Kollegin, die lange Zeit im Koma lag. Beten, Kerzen entzünden und an sie denken waren die einzigen aber auch die hilfreichen Möglichkeiten. Sie standen zusammen, das half. Seit letzter Woche können sie aufatmen, weil sie aufgewacht ist und die Reha beginnen kann.
Da gibt es Menschen, die auf hohem Niveau klagen und somit unzufrieden sind und viele um sie herum wundern sich darüber. Denken: “Wenn ich mal diese Probleme alleine habe, dann geht es mir gut“. Auch dieses Klagen auf hohem Niveau kann ein Problem sein.
„Helft euch gegenseitig, wo ihr Probleme habt, und wo es mal hart auf hart kommt, da seid für den anderen da. Das ist nämlich genau das, was Jesus von euch will.“
Dazu habe ich die Beschreibung eines Buchs von Doris Eckmann gefunden mit dem Titel: „Rucksack statt Luxus“. "Mein Leben lang spürte ich Fernweh", erinnert sich die Autorin. Im Alter von 54 Jahren konnte sie endlich ihre Sehnsucht nach weiten Reisen stillen. Sie machte sich für ein Jahr aus dem Staub und hat keine Sekunde bereut. Mehr noch: Sie hat gelernt, auf sich zu hören und ihre inneren Grenzen zu überschreiten. Doris Eckmann blickt z.B auf eines ihrer schönsten Weihnachtsfeste zurück, am Strand in Neuseeland mit einer bunt zusammengewürfelten Schar junger Menschen aus aller Welt.
Den Höhepunkt der Reise bildet der Aufenthalt in der Südsee. Hier vollendet sich ihr Traum vom Leben im Paradies. Meditation am Meer, Stille, Duft der Blumen, unberührte Natur und ein strahlender, blauer Himmel wirken wie die fortwährende Bestätigung, die richtige Entscheidung getroffen zu haben.
"Ich habe mit göttlichem Schutz immer wieder Wunder erlebt, Dankbarkeit und Demut gelernt und ein hohes Maß an innerer Freiheit gefunden“ Sagt sie.
In diesem Buch entdecke ich die Sehnsucht Lasten abzuwerfen, die mich zeitlebens bis hierher begleitet haben. Diese Probleme sind so unterschiedlich, wie auch wir Menschen sind.
Während dem einen das Gewohnte zu eng wird, wünscht sich der andere mehr Sicherheit und ein Zuhause.
So kann z.B Luxus zur Last werden, wenn er unsere Seele bindet. Armut kann zur Last werden, wenn sie uns klein macht und niederdrückt. Eine Familie kann zur Last werden, wenn Menschen Gewalt und Missbrauch oder unerträgliche Ansprüche erleben. Aber auch die Freiheit kann schmerzen, wenn sie uns einsam und wurzellos macht.
So sehnen sich Viele nach Ruhe und ziehen sich zurück. Andere leiden gerade daran, weil die Pandemie sie an die Wohnung und das Haus bindet.
Da gibt es viele Menschen, die ihre Sehnsüchte mit sich herum tragen.
Da ist der Wunsch, mehr zu sein als wir sind, der mich völlig verkrampfen lässt.
Da klage ich über Schulter – und Rückenschmerzen, wundere mich darüber, verbinde es aber nicht damit, was alles auf mir lastet.
Die Bibel erzählt immer wieder, dass Gott in besonderer Weise auf die schaut, die Lasten tragen. Die von anderen niedergedrückt werden. Oder sich selbst schwer ertragen.
Das beginnt mit Kain, der seinen Bruder Abel erschlagen hat – er soll leben.
Das geht weiter mit Mose, der es nicht ertragen kann, dass sein Volk geschunden wird, um die ägyptischen Pyramiden zu bauen – Gott wählt ihn aus, um Israel aus der Sklaverei zu führen.
Auch Jesus hat es selbst erlebt, was es heißt niedergedrückt zu werden und zu zerbrechen. An ihm fasziniert mich, dass er eben nicht den starken Helden spielte, der alles allein trägt. Er litt darunter, dass einer ihn verriet. Er schrie am Kreuz vor Schmerz und schrie die Gottverlassenheit hinaus, die viele in dieser Weltspüren. Er brach unter der Last des Kreuzes zusammen, das man ihm auferlegte. Auch er brauchte Menschen, die ihm aufhalfen. Stellvertretend fällt mir hier Simon ein.
„Helft euch gegenseitig, wo ihr Probleme habt, und wo es mal hart auf hart kommt, da seid für den anderen da. Das ist nämlich genau das, was Jesus von euch will.“ schreibt Paulus an die Galater. Da erkenne ich die Last Vieler mehr sein zu wollen, als sie in Wahrheit sein können.
In der vergangenen Woche sind weitere Missstände in unserer Gesellschaft in Verbindung mit dem Coronavirus aufgetaucht. Menschenunwürdige Unterkunft von Menschen, wie auch unverständliche Arbeitsbedingungen in zwei Schlachtbetrieben. Wir brauchen einander, um aus den Problemen unserer Zeit heraus zu kommen.
Wer Lasten anderer Menschen tragen will, muss deren Lebensumstände erfahren. Muss sich auf Andere einlassen.
Si wird auch im Familienzentrum weiter angeboten, dass Menschen für die einkaufen, die immer noch nicht aus dem Hause dürfen oder sich noch nicht trauen.
Jesus Christus hat uns gezeigt, dass ein von Gott gesegnetes Leben sich nicht dadurch auszeichnet, dass es von Leiden und Lasten verschont bleibt.
So wünsche ich uns allen, dass wir in gegenseitiger Begegnung einander unsere Probleme mitteilen und Anderen die Chance geben, mir dabei zu helfen, sie zu tragen und zu ertragen. Begegnen wir weiter einander in Liebe. Und wir werden sehen: Wir werden anders leben.
Dass uns allen dies gelingt, das wünscht Ihnen / Euch
Ihr / Euer Pfarrer Matthias Zaiss



Gemeinsames Singen am Samstag

Gemeinsames Singen am Samstag abend
 
Am Samstag, den 4.Juli um 19.10 Uhr ist es wieder soweit. Wir singen vom Kirchturm Lieder. Und laden ein, dass Andere, unter Einhaltung des Abstandes, auf der Straße stehen, oder aus dem Fenster schauen und mitsingen.
Machen Sie mit. Auf der Homepage und in der Schwetzinger Zeitung erfahren Sie, welche Lieder gesungen werden.

Gottesdienst am 4. Sonntag nach Trinitatis auf YoutubeAm kommenden Sonntag, den 5. Juli feiern wir auf Youtube unseren Gottesdienst zum 4. Sonntag nach Trinitatis.
Sie können den Gottesdienst über den Youtubekanal empfangen: EvKiAltlussheim
Alle, die keinen Internetanschluss haben, können das Manuskript des Gottesdienstes am Samstag und Sonntag mitnehmen. Es liegt vor der evangelischen Kirche aus.

Einkaufen für Andere
Das Familienzentrum bietet weiter an für Menschen einzukaufen, die zur Risikogruppe gehören und sich (noch) nicht aus dem Haus trauen oder aus gesundheitlichen Gründen nicht können.
Sie rufen im Ev. Familienzentrum/Kita Regenbogen unter 06205 / 33377 an.
Eine Mitarbeiterin der Einrichtung ruft Sie zurück und bespricht einen Termin für den Einkauf. Sie bereiten bitte eine Einkaufsliste auf einem Zettel vor und legen diesen, zusammen mit dem Geld, in einen Umschlag. Der Ehrenamtliche kommt zum vereinbarten Termin zu Ihnen, Sie übergeben den Umschlag und er geht einkaufen. Sobald der Einkauf fertig ist, kommt die Person zurück zu ihnen und klingelt. Sie stellt die Einkaufstüte mit dem Rückgeld auf die Türschwelle und wartet bis Sie diese entgegengenommen haben.


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