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Wochenbrief
Liebe Lesende,
Lätare, - Freut euch, so hat es uns der vergangene Sonntag zugerufen. Dieser Sonntag, mittem in der Passionszeit, ist für mich wie ein Aufatmen inmitten des Atem Anhaltens. Wie oft blieb mir im vergangenen Jahr die Spucke weg, oder der Atem stockte, bei dem, was ich so zur Pandemie, zu Impfstoffen etc. hörte. Da wurde spekuliert, Panik gescho0ben, Ängste verbreitet.
Seit März vergangenen Jahres leben viele Menschen zunehmend alleine in ihren Wohnungen.. Viele ist nicht mehr möglichgewesen. Keine Gruppen und Kreise in unserem Gemeindehaus. Keine Präsenzgottesdienste. Seit 4 Advent 2020 auch kein Turmsingen mehr. Das belastet. Das deckt Defizite auf. Keine Feste wurden mehr gefeiert. Da fehlte die Kommunikation. Sie musste anders bewältigt werden. Seit einem Jahr feiern wir Youtube Gottesdienste, verteilen Gottesdienstmanuskripte und Wochenbriefe. Dazwischen werden Tütenaktionen angeboten.
Lätare – Freut euch. Nach einem Jahr haben wir Impfstoffe. Wenn auch nicht genügend. Da ist ein kleines Aufatmen zu spüren. Doch die bange Frage bleibt: Was wird werden? Wie wird es werden? Wie sieht die neue Normalität aus, mit der wir dann leben?
Auch in der Gemeinde, in der Kirche wird sich manches ändern. Das Digitale wird meines Erachtens nicht mehr ganz wegzudenken sein. Doch das Präsent sein, wird auf neue Beine gestellt werden müssen. Auch eine Chance. Für mich war das vergangene letzte Jahr in meiner Zeit als Pfarrer hier in Altlußheim, ein Jahr der Herausforderung. Natürlich hätte ich gerne anders gelebt. Zusammen mit meiner Familie wären wir vielen Menschen begegnet. Doch wir haben Neues entdeckt. Und das war hilfreich und gut, wenn auch Vieles fehlt. Eingefahrenes abzulegen und neues zu entdecken, das ist unsere Chance inmitten der Pandemie.
Wir sind mitten in der Passionszeit. Noch drei Wochen sind es bis Ostern. Und da wird uns zugerufen: Lätare – Freut euch. Lätare, der Sonntag, der als das kleine Ostern bezeichnet wird. Wir erinnerten uns an diesem Sonntag an das Leiden und Sterben Jesu Christi. Aber zugleich leuchtet ein Licht auf: „Das Weizenkorn, das in die Erde fällt und stirbt, bringt viel Frucht“.
Inmitten des Leidensweges hören wir von der Lebensverheißung. Schauen wir ein Weizenkorn an. Ausgesät liegt es zunächst einmal nur in der dunklen Erde. Nichts deutet darauf hin, dass sich daran etwas ändern könnte. Aber denkste. Auch der Landwirt weiß das.
„Wenn das Weizenkorn nicht in die Erde fällt und erstirbt, bleibt es allein; wenn es aber erstirbt, bringt es viel Frucht“. (Johannes 12,24)
Das ist zu Einen Biologie. Der Landwirt, der sein Feld bestellt hat und das Korn gesät, oder der Hobby-Gärtner, der ein paar Pflänzchen zieht freut sich auf neue Pflanzen, neues Leben.
Daran sollen wir mitten in unserer Dunkelheit denken. In meinem Leben mag sich alles nur dunkel anfühlen und schwer erscheinen. Zurzeit mag sich das Leben so gar nicht recht nach Leben anfühlen. Gerade da hinein höre ich die Worte des Sonntags, wie ein Posaunenton, der in unsere Welt hineinschallt: Lätare! - Freue dich!
Leben ist uns verheißen. Leben wird wieder sein. Leben in Hülle und Fülle. Vielfältiges, fröhliches Leben. Noch ist davon nichts zu sehen, aber seht euch das Weizenkorn an, das in die Erde gelegt wird.
Zurzeit bringen wir eher unfreiwillige Opfer. Manche erdulden mit erstaunlicher Gelassenheit die Einschränkungen während der Pandemie, andere sind längst satt davon und rebellieren.
Ich selbst habe, wie viele andere auch, darüber nachgedacht. welche Dinge und Selbstverständlichkeiten unseres Vor-Pandemie-Alltags zum Sterben bestimmt werden können, damit ein ganz neues Leben, ein Leben in neuer Fülle möglich wird.
Da verbrauchen wir unsere Erde, obwohl wir sie doch dringen als Lebensgrundlage benötigen. Der Raubbau an unserer Schöpfung kann nicht so weitergehen. Wer alles verbraucht, hat keine Zukunft. Wir nehmen uns selbst und unseren Kindern, Enkeln und Urenkeln und allen weiteren Generationen die Zukunft, wenn wir die Ressourcen der Schöpfung nur verbrauchen und nicht bereit sind bisherige Alltagsgewohnheiten sterben zu lassen.
Da kann die Coronapandemie wie ein Stolperstein sein. Denken wir im Stolpern darüber nach, was in unserem Leben wirklicher Verlust oder Gewinn ist, was Leben verlieren und was Leben gewinnen heißt, was wir sterben lassen können, um Platz für frisches erneuertes Leben zu machen. Wer nur für sich festhalten und klammern will, dem geht es am Ende wie einem Samenkorn, das in der Verpackung bleiben will und lediglich verkümmert.
Die Fastenzeit lässt mich fragen, was ich aus meinem alten Leben hergeben kann, damit neues entstehen kann. Leben in Fülle. Was heißt dies für mich in der Passionszeit 2021?
Der vergangene Sonntag ruft uns Lebensverheißung zu mitten in meinem Leidensweg. Mitten in meiner Dunkelheit leuchtet ein Licht auf. Und so sehe ich in dieser Woche das Weizenkorn vor mir als ein wichtiges Symbol in dieser Passion – und Fastenzeit-
Ein Symbol, das mir sagt: Seht mich an. Wenn ich ausgesät werde, liegt es zunächst einfach nur in der dunklen Erde. Nichts deutet darauf hin, dass sich daran etwas ändern könnte.
Und doch ist es so.
Machen wir was aus dieser Erkenntnis? Tragen wir Früchte?
Werden wir neu normal.
Das wünscht sich Ihr / Euer Pfarrer Matthias Zaiss

Gottesdienst mit Abendmahl auf Youtube
Nach dem Sonntag Lätare, der am vergangenen Sonntag gefeiert wurde, spitzt sich vom Sonntag Judika an die Passionszeit auf das Leiden und Sterben Jesu Christi zu.
Jetzt beginnt die eigentliche Passionszeit. Früher wurden von jetzt an bis Ostern die Altarbilder mit Tüchern verhängt. Damit wurde das Fasten auch auf das Augen-Fasten ausgeweitet.
Seinen Namen hat der Sonntag Judika vom Anfang von Psalm 43: „Gott, schaffe mir Recht.(Judika me)
Im Mittelpunkt des Gottesdienstes am kommenden Sonntag, den 21. März 21 steht der Rangstreit der Jünger (Markus 10,35–45). Dabei geht es um die Frage, wem letztendlich der Ehrenplatz neben Jesus zusteht. Pfarrer Zaiss geht in seiner Predigt darauf ein, wie Macht im Sinne Jesu zu verstehen ist und stellt dies der Macht der Politik im Land wie in der Welt gegenüber.
In diesem Gottesdienst wird auch das Abendmahl gefeiert. Wer zu Hause mitfeiern möchte, bereite für den Gottesdienst ein Stück Brot und einen Schluck Saft oder Wein für jeden Teilnehmenden zu Hause vor.
Der Gottesdienst wird auf dem Youtubekanal EvKiAltlussheim ab 10.00 Uhr zu sehen sein.


Infos aus der Gemeinde
Lätare, so heißt der kommende Sonntag, den wir mit einem Gottesdienst auf Youtube für Jung und Alt um 10.00 Uhr feiern werden.
Noch drei Wochen bis Ostern. Darauf weisen zwei Bräuche hin, die wir seit 10 Jahren hier in unserer Gemeinde neu entdeckt haben.

1.Den Lätare Strauß
Er wird aus drei, oder auch aus sechs oder gar neun frisch geschnittenen Zweigen zusammengebunden: Birke, Hasel, Kirsch, Apfel, Forsythie, Buchs usw.
Die Zweige mit den Knospen, die etwa um Ostern aufspringen werden, weisen darauf hin: Gott gibt Zeit zum Reifen und weisen letztlich auf das neue Leben, auf die Auferstehung Jesu hin.
An diese Zweige werden drei Schleifen gebunden: Zwei aus violettem, eine aus rosarotem Band. Die rosarote Schleife ist ein Hoffnungszeichen inmitten der Trauer, die durch die zwei violetten Schleifen ausgedrückt wird.
In der Woche vor Laetare werden Brezeln gebacken. Jeweils drei Stück werden an einen Strauß gebunden.

2. An Laetare wird Weizen in Schalen gesät, der bis Ostern aufgeht und als Osternest benutzt werden kann. Manche stellen an Ostern auch eine Kerze in die Mitte des gewachsenen Weizens.
Was sonst der Strauß, wie die Schale mit Weizen uns zu sagen haben, darum geht es im Gottesdienst für Jung und Alt.
Schön wäre es, wenn Viele zu Hause beim Gottesdienst so einen Strauß vorbereitet haben, wie auch eine Schale mit Erde, in die während des Gottesdienstes Weizen gesät wird.
Noch schöner wäre es, wenn Sie zu Hause zwei Sträuße binden und einen davon an jemanden in der Familie oder Gemeinde weitergeben. Bei kleinen Sträußen nehmen sie einfach Knabberbrezeln aus der Tüte. Bei großen Sträußen kaufen Sie drei Brezeln beim Bäcker oder backen diese, zusammen mit den Kindern, zu Hause selbst..
Den Gottesdienst gestalten Pfarrer Matthias Zaiss, Diakon Richter und die Sprechpuppe Ronja miteinander. An der Orgel spielt Klaus Wörner.


Der KGR hat in seiner letzten Siotzung beshlossen, dass die Präsenzgottesdienste bis Ende März zunächst weiter ausgesetzt sind. Es wird auf die Youtubegottesdienste am Sonntag hingewiesen. Das Manuskript des Gottesdienstes, wie der Wochenbrief liegt immer von Freitag bis Sonntag vor der Kirche zum MItnehmen aus.

Noch eine Bitte:
Wenn Sie uns und unsere Medienarbeit, wie auch die Kirchenrenovierung, die in vollem Gange ist, finanziell unterstützen wollen, dann können Sie dies gerne tun. Wir freuen uns darüber.
Entweder durch Abgabe Ihres Betrags im Pfarramt oder durch Überweisung an die:
Volksbank Kur-und Rheinpfalz
IBAN: DE98547900000009010700
Verwendungszweck: Spende für die Kirche
Auch können Sie gerne mit mir Kontakt aufnehmen unter Mailadresse:
Matthias.Zaiss@kbz.ekiba.de


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